Einsatz an der österreichischen Front

In den frühen Morgenstunden des 11.04.2003 machte sich anläßlich der Hochzeit unserer Marketenderin Sonja eine kleine Abordnung der "besten Garde Hessens" (Volker, M.B., Werner, Fürst, C.K. und Stefan) unter Führung des Hauptmannes auf den Weg an die Südfront ins beschauliche Oberaudorf an der deutsch-österreichischen Grenze (www.oberaudorf.de)
Nach rund 4 Std. Fahrt durch teilweise dichtes Schneetreiben bezogen wir gegen 9.30 Uhr unser Quartier und wurden sogleich auch durch den Bräutigam aufs herzlichste begrüßt. Nach einer kurzen Einweisung in den Tagesablauf brachen wir unter größter Vorsicht nicht entdeckt zu werden (der Überraschungseffekt sollte erhalten bleiben) in ein nahegelegenes Restaurant auf um uns mit Weißbier, Dunkelbier, Weißwurst und Brezel auf den entscheidenden Einsatz gebührend vorzubereiten. Hier zeigte sich das unser Hauptmann (ich trink doch nur Äbbelwoi) sich doch als Biertrinker entpuppte. Unterstützt wurden wir zeitweise von Ex-Papperlapapp Wirt Willi R. und Max H. dem wir die Koordination der Unterkunft vor Ort verdanken. Schon bald hieß es Aufbruch und wir zogen uns zum Kleider- und Stubenappell in unser Lager zurück.
Von unserem Hauptmann angeführt zogen wir nun unter den erstaunten Blicken einiger Einheimischer zum nahegelegenen Rathaus wo die Trauung schon in vollem Gange war.
"Gewehr Spalier" hieß es schon alsbald und wir begrüßten unser frisch gebackenes Brautpaar mit einem 3-fach donnernden Camberg Helau. Unsere Überraschung war gelungen und Sonja konnte einige Freudentränen nicht mehr zurückhalten.
Nun ging es zum nächsten offiziellen Teil des Tages auf eine beschauliche Hütte in das nahegelegene Kiefersfelden. Der rund 15 min. Fußmarsch mußte wegen Einnahme von flüssigem Proviant, Fotos und Begegnung mit "Murmeltieren" mehrmals unterbrochen werden. Doch die Mühen sollten sich auszahlen denn schon bald saßen wir auf der Terrasse der "zukünftigen Altersresidenz der Prinzengarde" im herrlichsten Sonnenschein mit Blick auf den Inn und das schneebedeckte Kaisergebirge.
Nach etwas Weißbier, Kuchen und verschiedenen Leckereien brachen wir am späten Abend auf um die letzten Stunden des Tages mit den übrigen Gästen im Haus des Brautpaares (www.pension-wagnerhof.de) bei Speck und Käse ausklingen zu lassen. Doch hatten einige Gardisten noch lange nicht ihre Leistungsgrenze erreicht und so wurde in der nahegelegenen Diskothek das letzte Pulver verschossen.
Nachdem beim reichhaltigen Frühstück am nächsten Morgen die verschlafenen Augen wieder munter und die Katererscheinungen weggepflegt wurden begaben wir uns mit leichten Materialschäden und leicht verschmutzten Uniformen wieder auf den Nachhauseweg.

S.K.

 

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