Internationaler Gardetag in Rüsselsheim


am Sonntag, dem 16. Februar 2003

Ein Ereignis der besonderen Art sollte es werden. Und so kam es wie es kommen mußte. Die Prinzengarde kam, sah und siegte.

Doch alles der Reihe nach . . .

. . . es kam noch besser

Die Vorbereitungen am Tage des internationalen Gardetages in Rüsselsheim verbrachten die Gardisten auf verschiedene Art und Weise. Einige zogen es vor, sich bei einem gemeinsamen Frühstück in der "Gardehütte" bei Willi und Edith Wecker mit einem gemütlichen Frühstück auf die anstehende Aufgabe vorzubereiten. Wenn auch nicht alle Gardisten auf Anhieb den richtigen Weg zur "Gardehütte" in der Weißerdstraße fanden. Aus sicheren Quellen wurde uns zugetragen, daß sich eine offensichtlich verwirrte, männliche Person im Faschingskostüm Modell "Nickelos" in wildfremden Gartenanlagen im Bereich des Kurviertels auf der Suche nach einer Gartenhütte befand, in der es auch noch frühstückende Gardisten geben sollte. Nach diversen Handytelefonaten gelang es dann Gardist C.K. seinen offensichtlich total verwirrten Kameraden aus der (natürlich) zweiten Gruppe per Handy in die richtige Hütte zu lotsen.
Doch es schien auch weiterhin der "Tag der Verwirrten" zu bleiben, was uns in Anbetracht der anstehenden schweren Aufgabe für den Rest des Tages nur wenig zuversichtlich stimmen konnte. So glaubte ein Gardist - von der Nennung des betreffenden "Sauhaufens" wird abgesehen - mit halber Ausrüstung antreten zu können.
Der noch ungetaufte (hört hört . . .) Gardist wurde vom Herrn Hauptmann zwecks umgehender Vervollständigung der Uniformteile mit samt der noch anwesenden Schwiegermutter wieder nach Hause geschickt. Nachdem dann Gardist Arsch "ich schaff`s nicht mehr rechtzeitig" Taucher endlich am Treffpunkt an der Turnhalle eintraf, machten wir uns mit dem Musikzug der TG Camberg und einigen Kisten Bier und Äppelwoi auf den Weg in Richtung A 3.
Gut in Rüsselsheim gelandet, bewegten wir uns marschmäßig unter den Klängen der närrischen Hofkapelle in Richtung Hotel Adler. Der erste offizielle Programmpunkt im Rahmen unseres Tagesbefehls stand an: Das Platzkonzert vor dem Hotel Adler.
Obwohl laut Tagesbefehl keine Verhaftungen vorgesehen waren, beschloß Gardist "Fürst" sich diesem Befehl trotzdem zu widersetzen. Kurzum wurde der Polizist einer Motoradstreife in Handschellen gelegt. Im Anschluß hieran marschierten wir geschlossen in den Adlersaal zum Kommandeursempfang. Im Anschluß hieran hieß es dann "wegtreten zum
Bierempfang".Nach dem reichhaltigen Mittagessen hieß es erneut antreten. An der Zugaufstellung angekommen galt es dann geschlossen den "Arsch abfrieren !" Das taten wir dann auch. Besonders unsere Marketenderinnen. Als es dann endlich losging, bemerkten selbst die "Schwimmer" aus der 3. Gruppe, daß der Zug nicht so richtig "in Fahrt" kommen wollte. Stop and Go hieß es fortan. Doch trotz eisiger Temperaturen konnte es der Wettergott mit uns nicht besser meinen. Bei herrlichem Sonnenschein näherten wir uns unaufhörlich dem großen Moment, für den wir seit Wochen von unserem Herrn Major "geschliffen wurden". Der große und weltberühmte Parademarsch der Prinzengarde wurde in der langen Geschichte unseres CVC seit 1832 erstmals auf "nicht Bad Camberger Boden" aufgeführt. Das wir nicht nur "Heimstark" sind zeigten wir dann den unter den 30.000 Zuschauern (hört, hört . . .) verdeckt ermittelnden Juroren und Punktrichtern. Nachdem wir vor der Haupttribüne (es waren auch Fans aus Bad Camberg angereist) einen "1a, Hut ab, hört hört ...-Parademarsch" hingelegt hatten war es nur noch Formsache.
Der Pott war unser . . . Im Rahmen des Manöverballs, der in der Stadthalle über die Bühne lief konnte unser Major als Sonderpreis den "Ehrenpreis des hessischen Ministerpräsidenten" entgegennehmen. Dies nahm der Unteroffizier der 3. Gruppe "Egon" zum Anlaß einen perfekten "Diver" auf das Glatte Parkett der Bühne zu legen.

Anders als in der Vergangenheit (Spagatsprung im Marketenderinnen-Kostüm) trug der Protagonist dieses Mal keine bleibenden Schäden davon. Demnach blieb es bei denen, die er sowieso schon hatte. Nachdem wir dann noch das eine oder andere kurze Bier einnahmen, ging es dann wieder in Richtung Bus, der bereits vor der Stadthalle auf uns wartete. Natürlich kamen wir auch im Bus nicht mehr zur Ruhe. Die Ereignisse des Tages hatten uns alle doch zu sehr mitgenommen. Wieder in Bad Camberg angekommen ließen wir dann wieder auf einer unserer "weltberühmten Manöverbälle" in der Kneipp Kühe und Säue fliegen. Gott sei Dank hieß es für die meisten von uns am Montag ausschlafen.
Auch wenn es einigen von uns am Montag nicht so gut ging, waren wir uns wieder alle einig, daß dies ein super Tag war.

W.W. und F.S.


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