11.11.2001

 


Der 11.11.2001 war der erste offizielle Höhepunkt des Jahres. Alle Gardisten trafen sich am frühen Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, zum Kleiderapell auf dem Marktplatz. Nachdem unser Feldwebel die Vollständigkeit der Truppe festgestellt hatte, nahm uns der Herr Hauptmann unter die Lupe. Jedes Staubkorn auf der Uniform wurde entdeckt und sofort beseitigt.

 

Anschließend nahmen wir den holprigen und beschwerlichen Weg in "Bertis Pilzstube" (ca. 50 m) auf uns. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt musste erst einmal der Kreislauf in Schwung gebracht werden.
Nach dem ersten Schnaps funktionierte das recht gut. Um 11 Uhr hieß es dann: "Prinzengarde in Reihe angetreten."

Wir sammelten uns und marschierten im Gleichschritt auf den Marktplatz, wo wir auf den Elferrat und die anderen Carnevalsgruppen warteten. Nach der offiziellen Eröffnung der Kampagne durch unsren Präses "Knaller" hieß fröhlich in die Schunkelmusik der Hofkapelle einzustimmen.
Gegen 13.30 Uhr hieß es dann Abmarsch zum Untertor-Turm. Es hieß, die Streitbürger wollten dort alle Schutzmauern zerstören und die Altstadt in ihre Gewalt nehmen. Dies gelang letztendlich trotz stärkster Gegenwehr. Nach einer kurzen Verschnaufpause bei Schnaps und Glühwein wurden dann der Streitburgbürgermeister und der Chef der Altstadtfüchse von unserem Ufz 2. Gruppe "Rainer" in Handschellen gelegt und mussten gemeinsam kniend "Bäckerantons-Äquator" polieren.

Als dann alle Verhandlungen zwecks der Übernahme der Altstadt durch die "Streitbürger" beendet waren, gab der "Herr Hauptmann" uns den Befehl, ins Wachlokal "Zum Emsbach" wegzutreten. Diesem Befehl folgten wir ohne Widerspruch. Im Wachlokal eingetroffen, zögerte Wirt Halil nicht lange und stellte den ersten Stiefel auf den Tisch. Es sollte nicht der letzte des Tages sein (glaube ich).

Nach Einbruch der Dunkelheit wollten einige Kameraden noch schnell nach Stockstadt (Reste ...),der Rest ließ sich vom Taxi ins Papperlapap fahren, wo der Abend in andächtiger Ruhe gegen 24 Uhr beendet wurde.

Alles in allem muß man sagen: "Es war ein gelungenes Manöver."

F.S.

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